Viele an COPD erkrankte Personen berichten, an Ängsten zu leiden. Am meisten genannt:

  • Angst vor einer akuten Atemnotattacke
  • Angst vor Verschlechterung der Erkrankung bzw. einem Karzinom
  • Angst vor familiären Problemen z. B. eine Belastung für die Familie zu sein
  • Angst vor Impotenz
  • Angst vor Leistungseinschränkungen und davor, immer langsamer zu werden
  • Angst davor, zu erschöpft für den Alltag und das bisher gewohnte Leben zu sein
  • Angst vor sozialer Isolation
  • Angst vor verordneten Medikamenten oder Therapie, z.B. Cortison, Sauerstoff
  • Angst vor dem Sterben und dem Tod
    Studien haben ergeben, dass Ängste und Depressionen die Lebensqualität von COPD -Patienten negativ beeinflussen und die Häufigkeit von Exazerbationen (Verschlechterungen) steigern. Aber: Es gibt wirksame Gegenmaßnahmen!

 

Angstzustände erfolgreich bekämpfen!

Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Finden Sie heraus, welche Ihnen am besten helfen können! Vor allem ist es wichtig, sich seiner Ängste bewusst zu werden.

Gespräche mit der ärztlichen Betreuung!

Machen Sie sich eine Liste Ihrer Fragen an Arzt oder Ärztin. Verlassen Sie die Ordination nicht, bevor Sie nicht alle Informationen erhalten haben!
Fragen Sie nach Details zu Ihrer verordneten Therapie, nach den Möglichkeiten einer Rehabilitation. Sprechen Sie über das richtige Verhalten im Notfall.

Gespräche mit Ihren Angehörigen!

Ihre Angehörige sollten Bescheid wissen um Ihre Krankheit, Ihren Zustand, Ihre Sorgen und Ängste. Reden Sie offen mit allen, die Ihnen nahe stehen. Informieren Sie und binden Sie Ihre Angehörigen mit ein; das belastet diese weniger als die Ungewissheit, wie es um Sie steht. Für Sie selbst ist es eine Befreiung.

Information und Schulung

Bei einer COPD - Beratung erarbeiten Sie gemeinsam mit dem Berater einen Plan, wie sie am besten mit ihren Ängsten und den Herausforderungen der Erkrankung COPD umgehen können und sollen.

Rehabilitation/Bewegung

Ein ambulantes Programm mit der/dem Atemphysiotherapeut/In. Es kann Ihnen helfen, mehr Kraft und Ausdauer zu entwickeln. Sie können dadurch den oftmals aus Angst erfolgten  Rückzug aus dem gewohnten Alltag überwinden und ihr Leben wieder aktiver gestalten.

Selbsthilfegruppe

Der Austausch mit anderen an COPD Betroffenen und auch deren Angehörigen Angehörigen ist fast immer und meist in vielerlei Hinsicht überaus hilfreich. COPD - Selbsthilfegruppen gibt in fast jeder größeren Stadt.

Psychotherapie

Oft ein probater Weg zur Bewältigung der Ängste.
Hat sich vor allem in Skandinavien und angloamerikanischen Raum etabliert.

Medikamente

Bei Panikattacken und/oder einer allgemeinen Angststörung helfen Psychopharmaka. Sprechen Sie Ihren Allgemeinmediziner darauf an und zögern Sie auch nicht, bei Bedarf einen Facharzt für Psychiatrie zu konsultieren.