Zu viel Schleim und Bronchialsekret behindern die Atmung. Sie müssen aus den Atemwegen „abgehustet“ werden. Neben Atemnot führen Schwierigkeiten beim Abhusten zu einer deutlichen Verschlechterung der Lebensqualität. Eine atemtherapeutische Hustenschulung kann meistens sehr viel helfen und die Lebensumstände deutlich verbessern!

Hilfsmittel zum Abhusten

Zum Abhusten müssen zunächst die Sekrete aus den Bronchien „gefördert“ werden. Welche Hilfsmittel zur Verbesserung der Sekretförderung speziell für Sie zum Einsatz kommen sollen, hängt vom Stadium der Krankheit ab und wie das Sekret beschaffen ist. Ihr Arzt oder Physiotherapeut zeigt Ihnen gerne, welche Technik bzw. welches Gerät Sie beim Abhusten am besten unterstützt.

  • Die autogene Drainage ist eine Atemtechnik für lungenkranke Patienten mit vermehrtem und zähem Bronchialsekret.
  • PEP-Geräte sind eine besondere Form der Physiotherapie bei Atemwegerkrankungen. Der Patient atmet wiederholt in ein Gerät mit Widerstand. Der positive Druck dabei erweitert die Bronchien und erleichtert das Abhusten des Schleims. Die regelmäßige Anwendung vermindert das Risiko und trainiert außerdem die Lunge.
  • Andere Apparate vibrieren und erzeugen damit eine Art „Klopfmassage“, die den zähen Schleim löst.
  • Regelmäßiges Inhalieren kann sehr gut helfen, den Schleim zu verflüssigen.

 

Spezielle Technik zum Abhusten

Der Schleim wird langsam und ohne Anstrengung zum Kehlkopf „hochgeatmet“ um ihn dann leichter abhusten zu können.

  1. Setzen Sie sich. Verschränken Sie die Arme unter der Brust.
  2. Atmen Sie tief durch die Nase ein. Luft anhalten!
  3. Beugen Sie sich leicht vor, atmen Sie aus und husten Sie zweimal kurz und fest. Wenn Sie die Hände auf den Bauch drücken unterstützen Sie das Abhusten.

Beachten Sie: Erst ganz ausatmen, dann husten! Sie könnten sich sonst verkrampfen.