Sie fühlen sich schwach, leiden unter Atemnot - und müssen sich schonen?

Wegen der Kurzatmigkeit bewegen sich vielen COPD - Patienten weniger, meiden körperliche Belastungen oder gar sportliche Betätigung. Je weniger der Körper belastet wird, umso geringer werden Kraft und Leistungsfähigkeit, umso öfter und rascher kommt es dann zu Atemnot - Situationen! Immer mehr ist fremde Hilfe notwendig, die Aktivitäten werden noch mehr einschränkt  und der Zustand verschlechtert sich weiter. Zusätzlich können sich auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickeln. Vereinsamung droht, denn man scheut sich, die eigenen vier Wände zu verlassen. Zum schlechten Gesamtzustand gesellen sich nun auch vermehrt Ängste und Depressionen.

Wie kommen Betroffen aus diesem Teufelskreis?

Bewegen, aktiv sein, gezieltes Training – all das hilft bei COPD!

Die medizinische Forschung zeigt: COPD wirkt sich weniger schlimm aus, wenn der Körper gut trainiert ist. Sind die Muskeln gut ausgebildet, kommen Sie mit weniger Sauerstoff aus, brauchen weniger Energie zum Atmen und bleiben leistungsfähiger.

Wohlbefinden durch regelmäßige Bewegung

  • Sie stärken Ihre Muskulatur, lindern die Atemnot und verbessern die Ausdauer.
  • Sie verbessern Ihre Stimmung, fühlen sich nicht mehr so schwach und schaffen mehr.
  • Sie können leichter Stiegen steigen, müssen nicht mehr so oft rasten.
  • Sie können auch wieder Lasten tragen.
  • Sie haben weniger Krankheitsschübe.
  • Sie müssen seltener ins Krankenhaus.

Mehr bewegen bei COPD

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über ein für Sie geeignetes Konditionstraining.
Es hängt zunächst einmal vom Schweregrad Ihrer Erkrankung ab. Sie sollen sich beim Training nicht überfordern (dann fällt das Atmen schwer) aber auch nicht zu wenig anstrengen (dann fällt der Trainingseffekt zu gering aus).

Oft hilft es schon, die Alltagsaktivitäten zu erhöhen!

Weniger Aufzug, weniger Auto – mehr Wege zu Fuß, mehr Stiegen steigen (wenn auch gemächlich),  mehr Gartenarbeit, öfter stehen statt sitzen und vieles mehr.
Messen Sie Ihre derzeitige Bewegungsintensität im Alltag. Dabei hilft ein Zeitprotokoll, ein Schrittzähler, eine Auflistung über zurückgelegte Distanzen, die Zahl der Stufen usw. Erhöhen Sie Ihr Pensum jede Woche um 5-10 Prozent bis Sie das Doppelte schaffen.