Weiterhin der größte Risikofaktor. 8 von 10 COPD - Patienten sind Raucher oder haben früher geraucht. Je länger und je mehr Zigaretten pro Tag inhaliert werden, desto häufiger entwickelt sich die Krankheit. Die Gefahr, an einer COPD zu sterben ist bei Rauchern 20x höher als bei Nichtrauchern!

So schädigt das Rauchen die Lunge

Die giftigen Inhaltsstoffe des Zigarettenrauchs schädigen die Flimmerhärchen, die „Müllabfuhr“ der Lunge.  Der Feinstaub und die giftigen Gase alarmieren das Immunsystem, Bronchialwände und Lungenbläschen werden geschützt, damit kein Gift in den Blutkreislauf gelangt. Daher wird Schleim produziert, aber ohne funktionierende Flimmerzellen bleibt er samt vieler Schadstoffe zum Großteil in der Lunge.

Das höhere Risiko ist weiblich

Die Lungen von Frauen scheinen für die Schadstoffe im Zigarettenrauch noch empfindlicher zu sein: sie erkranken oft schwerer an COPD und die Krankheit zeigt oft auch einen schlechteren Verlauf. Im Vergleich zu Männern sind Frauen bei gleichen Einschränkungen der Lungenfunktionen weniger leistungsfähig und leiden unter deutlich mehr Atemnot.

Meine Motivation zum Rauchstopp: 17 gute Gründe!

nach 20 Minuten

  • Herzschlagfrequenz und Körpertemperatur normalisieren sich.

nach 12 Stunden

  • der CO - Spiegel im Blut sinkt. Generell ist nun mehr Sauerstoff als CO im Blut.

nach 24 Stunden

  • Das Herzinfarktrisiko sinkt.

nach 48 Stunden

  • Geruchs- und Geschmackssinn verfeinern sich.

nach 2 Wochen

  • Der Blutkreislauf stabilisiert sich.
  • Die Lungenfunktion kann sich verbessern.
  • Hustenanfälle gehen zurück.
  • Verstopfungen der Nasennebenhöhlen gehen zurück.
  • Abgeschlagenheit und Kurzatmigkeit gehen zurück.

nach 1-9 Monaten

  • Die Flimmerhärchen fangen wieder an, normal zu arbeiten.
  • Die Lunge beginnt mit Schleimabbau und Reinigung.
  • Die Haut wirkt erholt und besser durchblutet - Frau (und auch Mann...) sieht jünger und besser aus!
  • Die Infektionsgefahr sinkt.

nach 1 Jahr

  • Das Herzinfarktrisiko ist nur mehr halb so groß wie bei Rauchern.

nach 5 Jahren

  • Das Schlaganfallrisiko sinkt.

nach 10 Jahren

  • Das Risiko an Mund-, Luft- oder Speiseröhrenkrebs zu erkranken, ist nur mehr halb so groß wie bei Rauchern.

nach 15 Jahren

  • Das Risiko einer Koronarinsuffizienz ist gleich groß wie bei einem Nichtraucher.

 

Risiko Passivrauchen / Feinstaub / Luftverschmutzung

Jeder zehnte COPD-Patient hat nie geraucht. Luftverschmutzung  Feinstaub und Passivrauchen sind ebenfalls Risikofaktoren, die zu einer COPD führen.Die Wahrscheinlichkeit, an COPD zu erkranken steigt bei Personen, die „passiv mitrauchen“ fast auf den doppelten Wert.  Besonders gefährdet durch Passivrauchen sind Kinder. Die Lungenfunktion kann dadurch schon im Jugendalter stark beeinträchtigt werden. Kinder erkranken zunächst nicht an COPD; bei früher Schädigung aber ist die Anfälligkeit für COPD später im Erwachsenenalter stark erhöht. Besondere Gefahr geht von zigarettenrauchenden Eltern aus!

Passivrauchen ist ein sehr großer Risikofaktor für die Entstehung von COPD. Bevorzugen Sie daher Orte, an denen nicht geraucht wird.

Kinder vor Passivrauchen schützen

Studien haben gezeigt, dass Kinder von starken Rauchern während der ersten drei Lebensjahre durch das ständige Inhalieren der Schadstoffe besonders häufig von Atemswegserkrankungen betroffen sind. Das noch im Wachstum befindliche Lungengewebe des Kindes kann dadurch nachhaltig geschädigt werden.

Möglichst keine Reizstoffe einatmen!

In vielen Berufen sind Menschen der Belastung durch Reiz- und Schadstoffe ausgesetzt.
Ein wirksamer Mundschutz ist wichtig bei

  • Starker und regelmäßiger Belastungen durch Staub
  • Gefährlichen Dämpfen bzw. Gasen am Arbeitsplatz
  • Schadstoffbelastung in geschlossenen Räumen

All diese Belastungen können eine COPD auslösen, bzw. den Zustand bereits Betroffener verschlechtern.

Feinstaubbelastung ernst nehmen

Auch wenn Sie es nicht unmittelbar bemerken: der feine Staub ist ein gefährlicher Feind Ihrer Lunge. Ob das Gemisch aus festen Stoffen und Luft gesundheitsschädigend ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Neben der Art des Staubes ist die Größe der Partikel ein wesentlicher Punkt. Je feiner sie sind, desto tiefer gelangen sie beim Einatmen in die Lunge und setzen sich dort fest.