Mit diesem Begriff werden akute oder auch schleichende Verschlechterungen der Erkrankung bezeichnet. Krankheitsschübe bis hin zu schweren Krisen treten immer wieder auf. Mehr als drei Viertel aller COPD - Patienten sind davon betroffen. Da hinter den Beschwerden, wie sie bei Exazerbationen auftreten, auch andere Erkrankungen versteckt sein können (z. B. Herzerkrankungen aber auch Lungenkrebs) ist es besonders wichtig, diese Veränderungen der Symptome vom Arzt abklären zu lassen. Grundsätzlich treten Exazerbationen verstärkt im Winter auf.

Unterscheidung nach Schweregrad

  • Leichtgradig – die Behandlung kann ambulant erfolgen.
  • Mittelgradig – eine Behandlung im Krankenhaus kann erforderlich sein.
  • Schwergradig – der Zustand ist bedrohlich und die Behandlung muss im Krankenhaus erfolgen.

 

 

Die häufigsten Auslöser für eine Exazerbation

  • Wenn die ärztlichen Direktiven außer Acht gelassen werden.
  • Virale Erkältungen oder andere Infekte der Atemwege.
  • Extreme Wetterlage wie Hitze, Kälte oder hohe Luftfeuchtigkeit.
  • Luftverunreinigung (Smog).
  • Rauch und Staub.

 

So erkennen Sie Exazerbationen

  • Mehr Atemnot als sonst.
  • Mehr Husten als gewöhnlich.
  • Enge im Brustraum.
  • Zunahme der Auswurfmenge (abgehusteter Schleim).
  • Der Schleim lässt sich nur schwer abhusten.
  • Blutspuren im Auswurf.
  • Die Farbe des abgehusteten Schleim verändert sich von durchsichtig
    zu grünlich-gelb.
  • Allgemeine Krankheitszeichen wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit und/oder seltener auch Fieber.
  • Verschlechterung der Symptome hält länger als zwei Tage an und unterscheidet sich von Tagesschwankungen.
  • Fortschreiten der Krankheit.

 

So schützen Sie sich gegen Exazerbationen

  • Schützen Sie sich vor Reiz- und Schadstoffen in der Luft, auch am Arbeitsplatz.
  • Schützen Sie sich besonders vor Feinstaub.
  • Stärken Sie Ihre allgemeinen Abwehrkräfte und Ihre Kondition durch regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung.
  • Schützen Sie sich vor Atemwegsinfektionen und Lungenentzündungen durch Grippeimpfung und Pneumokokken-Impfung.
  • Rauchstopp verbessert die Situation in jedem Stadium der Krankheit.

 

So vermeiden Sie Atemwegsinfektionen

Sind die Atemwege vorgeschädigt können sich Keime und Viren leichter ansiedeln.

  • Meiden Sie Menschenansammlungen.
  • Häufig Hände waschen - besonders in der kalten Jahreszeit.
  • Abwehrkräfte stärken durch ausreichenden Schlaf und gesunde, vitaminreiche Nahrung.
  • Möglichst viel an der frischen Luft bewegen.
  • Überheizte Räume meiden! Die Schleimhäute trocknen aus und sind dadurch weniger widerstandsfähig. Luftbefeuchter können die Situation verbessern.
  • Regelmäßig zum Arzt gehen!
  • Nehmen Sie Ihre Medikamente regelmäßig, wie vom Arzt vorgeschrieben.
  • Gehen Sie jedes Jahr zur Grippeschutzimpfung. Im Zuge einer „echte Grippe“ (Influenza) kann sich eine Lungenentzündung entwickeln und deren Verlauf kann tödlich sein.
  • Lassen Sie sich alle fünf Jahre gegen Pneumokokken impfen. Diese Bakterien können eine Lungenentzündung verursachen.