Was heißt COPD?

COPD steht für "Chronic Obstructive Pulmonary Disease" und ist eine Lungenkrankheit. Durch chronische Entzündung verengen sich die Atemwege. Das Lungengewebe wird unwiederbringlich zerstört, wenn die COPD nicht frühzeitig erkannt und behandelt wird.

Die Krankheit wurde gemeinhin auch als „Raucherlunge“ bzw. „Raucherhusten“ bezeichnet. Denn 80% der Betroffenen waren - bzw. sind - Raucher! Aber auch genetische Veranlagung oder traumatisch bedingte Organschwächen, Infektionen und Belastungen der Lunge durch Staub, Dämpfe, Luftverschmutzungen können die Krankheit verursachen.

Welche Symptome kennzeichnen die Krankheit?

Chronischer Husten, Atemnot und Auswurf. Die Symptome entwickeln sich schleichend und werden daher häufig nicht bewusst wahrgenommen! Meist wird die Krankheit erst im Alter von +40 diagnostiziert. Begleitet wird die Krankheit von Angst und Depression, zeitweise oder vollständige Arbeitsunfähigkeit und im Endstadium Abhängigkeiten von der Hilfe anderer im Alltag.

Was genau passiert im Körper?

Die Schleimhaut der Atemwege ist entzündet und verdickt, es wird vermehrt Schleim produziert und die zarten Lungenbläschen werden durch Auflösung von elastischen Fasern zerstört. So geht Lungengewebe zu Grunde, das nicht mehr repariert werden kann. Die Lungen haben viele Millionen Lungenbläschen, jedoch werden diese durch COPD nicht alle gleichzeitig zerstört, sondern erst nach und nach.

Welchen Verlauf nimmt die Krankheit?

COPD bleibt oft im frühen Stadium unerkannt. Erst nach einiger Zeit verspürt man Atemnot bei Belastung und Husten. Später mehren sich die Hustenkrämpfe, körperlichen Aktivitäten und Bewegungen werden vermieden, es kommt zum Muskelabbau. Krankheitsschübe (Exazerbationen) machen Spitalsaufenthalte notwendig. Angstzustände begleiten die Krankheit.

Wie häufig tritt COPD auf?

In Österreich wird die Häufigkeit von COPD (Schwere Stadien) auf ca. 11 Prozent geschätzt. Die Dunkelziffer von tatsächlich Betroffenen ist aber ziemlich hoch: nur 6 Prozent werden diagnostiziert, denn die Symptome werden erst spät erkannt. Ein Hauptproblem für die Volksgesundheit, denn eine frühe Diagnose beeinflusst nachweislich die Behandlung stark positiv.